Bewegungsstall

Unser Ansatz Pferde zu halten ist stark geprägt von der Idee, die Tiere möglichst naturnah und artgerecht zu halten. Das bedeutet, das Pferd hat viel Platz und wird angeregt sich viel zu bewegen, ganzjährig.

Natürlich hat ein Bewegungsstall nicht die Ressourcen einer weiten Steppe, aber in einigen Belangen kann man versuchen diese Umgebung für deutsche Verhältnisse möglichst nahe zu kommen. Dies erzielen wir durch den Einsatz von Technik in Kombination mit entsprechenden großzügigen Weiden (aktuell ca. 9,5 Hektar). Die Futterversorgung mit Kraftfutter wird automatisiert, über 24 Stunden verteilt in entsprechend kleinen Portionierungen nach den entsprechenden Einzelbedürfnissen eines Pferdes. Die Aufnahme von Rauh- und Kraftfutter, die Aufnahme von Wasser, der Ruhe- / Liege- und Rückzugsbereich werden entsprechend räumlich getrennt. Auf diese Weise kann man ganzjährige Wegestrecken von 5 – 10 km pro Tag und Pferd erreichen.

Seit mehr als zehn Jahren bauen wir unseren Betrieb auf und bringen Erfahrungen von mehr als 25 Jahren ein. Trotz diesem Potenzial ändert und verändert sich unsere Anlage permanent. Wir versuchen uns stetig zu verbessern.

Die Wandelmühle bietet die Stationen "Sandplatz", "Ruhebereich", "Wasser", "Heu-Fressstand", "Kraftfutterstation" und "Koppeln".

Auf dem Sandplatz stehen die Tiere ganzjährig trocken und nutzen diesen auch intensiv als Wälzplatz.

Der Ruhebereich ist mit Stroh auf Basis einer sog. „Matte“ eingestreut und wird regelmässig komplett gemistet, der Zugang ist durch Stallfolien gegen Insekten und Zugluft geschützt.

Wasser erhalten die Tiere direkt aus dem neben der Koppel gelegenen Wandelbach. Die Wasserqualität wird ständig anhand des Fischbestandes am Haus kontrolliert.

Der Heu-Fressstand und an verschiedenen Standorten platzierte Heuraufen bieten auch rangniederen Pferden ausreichend Gelegenheit jederzeit an Rauhfutter zu kommen. Selbst wenn ranghöhere Pferde ein rangniederes Tier vertreiben sollten, findet sich an anderer Stelle ein Fressplatz.

Die Kraftfutterstation kann man auch als Motor des Bewegungsstalls bezeichnen. Hier ist der größte Anreiz die anderen Stationen zu verlassen und sich in festgelegten Intervallen von 45 Minuten seine individuell zugeteilte Ration Kraftfutter abzuholen.

Neben den verschiedenen Möglichkeiten der Unterbringung hat es sich auch als sinnvoll erwiesen die natürliche Abnutzung des Pferdehufes durch den Einsatz verschiedener Untergrundmaterialien (Grasboden, Sandboden, Kiesboden, Betonboden).


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